Kids-Träff: Ostern mit allen Sinnen erleben
Aktuelle Zeitungsartikel zeigen, dass die Bedeutung von Ostern immer weniger bekannt oder wichtig ist. Gemäss einer aktuellen Umfrage des digitalen Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent Schweiz besucht nur noch jede fünfte Person in der Schweiz an Ostern einen Gottesdienst. Viele Menschen – besonders Jugendliche – verbinden Ostern eher mit Familie, Ferien oder Traditionen wie Osterhasen und Eiersuche. Nur eine Minderheit sieht Ostern noch als religiöses Fest. Dabei ist doch Ostern Hoffnung pur – was wir gerade in der aktuellen Weltlage und vielleicht auch in persönlichen Herausforderungen – mehr als nötig haben.
Und diese Hoffnungs-Oster-Geschichte wollten wir mit den Kindern gemeinsam entdecken.
Verschiedene Stationen in und um die Kirche machten Ostern für die Kinder erlebbar.
Wir starteten mit der Fusswaschung, auch sie gehört eigentlich zur Ostergeschichte, geht man ja davon aus, dass sie an Gründonnerstag geschah. Wir lauschten den Schilderungen von Petrus, der ja schliesslich live dabei war, als Jesus seinen Jüngern die Füsse wusch. Er berichtete uns, dass er sich zuerst gar nicht die Füsse waschen lassen wollte. Gemeinsam dachten wir darüber nach, weshalb Jesus seinen Jüngern überhaupt die Füsse gewaschen hatte. Und fragten uns, ob es auch in unserem Leben Dinge gibt, die gewaschen werden müssen, Sachen, die uns von Gott trennen? Möchten wir das überhaupt, dass Jesus uns vergibt?
Zwar hatten wir dann noch nicht alle saubere Füsse, dennoch machten wir uns auf den Weg, welcher mit Palmzweigen und Kleider belegt war und just als wir uns auf den Weg machten (wie damals Jesus auf einem Esel in Jerusalem einzog), hielt ein Esel vor dem Chilechäller, der sich über Streicheleinheiten der Kinder freute. Danach ging es für uns in einen Raum im Obergeschoss, welcher für Jesus und seine 12 Jünger zum letzten Abendmahl gedeckt war. Als wir zusammen am Tisch sassen, staunten wir nicht schlecht, dass genau 12 Kinder um den Tisch sassen, genau wie damals die 12 Jünger. An den Aufenthalt im Garten Gethsemane und die Gefangennahme erinnerten wir uns im Garten gleich vor der Kirche. Im Chilechäller wartete dann das Kreuz auf uns. Ein kurzer Filmausschnitt zeigte uns, wie Maria von Magdala nach Jesus suchte, ihn aber nicht mehr im Grab fand – denn das Grab war leer! Jesus ist auferstanden und lebt. Auch heute noch!
Der Abschluss fand in der Kirche statt. Wir setzten uns auf die Kirchenbänke und bestaunten den grossen roten Vorhang, der das Kirchenschiff verbarg. Früher verbarg dieser Vorhang im Tempel nämlich das Allerheiligste (die Gegenwart Gottes). Nur der Priester durfte das Allerheiligste betreten, nicht aber die normalen Bürger. In der Ostergeschichte lesen wir jedoch, dass in jenem Moment als Jesus starb, der Vorhang zerriss. Dies bedeutet, dass nun jeder einzelne von uns jederzeit Zugang zu Gott haben darf. Wir alle dürfen uns mit unserer Freude, mit unserer Not, mit jedem Anliegen jederzeit an ihn wenden.
Zur Vertiefung des Erlebten wählten die Kinder eine Station der Ostergeschichte aus, welche sie auf ihre eigene Art darstellen durften. So konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und schlussendlich haben sie selbständig die ganze Ostergeschichte nachgebaut. Der Ostergarten wird noch bis zu Ostern vor der Kirche Dättlikon zu bewundern sein. Vielleicht finden auch Sie Zeit zwischen der Eiersuche und dem Osterhasen-Schmaus auf einen Spaziergang zum Ostergarten?
Für den Kids-Träff: Caroline Baur & Andrea Meier
